Balkonkraftwerk mit Speicher Angebot | Welche Set-Details vor dem Kauf wichtig sind

Worauf Sie beim Kauf eines Balkonspeichers achten sollten: Achten Sie unbedingt auf einen konformen 800-W-Wechselrichter.
Empfehlenswert ist die Kombination mit etwa 1000 Wp Photovoltaikleistung und einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 1 bis 2 kWh Kapazität.
Zusätzlich sollte eine Garantie von mindestens 10 Jahren bestätigt sein, damit die nächtliche Stromversorgung sicher bleibt und sich die Investition langfristig rechnet.
Gesetzliche Vorgaben und Ausgangsleistung
Gleichzeitig ist es technisch üblich, Solarmodule mit einer deutlich höheren Gesamtleistung an einen 800-Watt-Wechselrichter anzuschließen. In der Praxis werden häufig Anlagen mit einer Modulleistung von bis zu etwa 2.000 Watt realisiert, um auch bei weniger optimalen Lichtverhältnissen eine stabile Stromproduktion zu gewährleisten.
Beim Kauf eines Komplettsets entscheiden sich viele für zwei bis vier Solarmodule mit einer Leistung von jeweils 420 bis 440 Watt. Daraus ergibt sich eine Gesamtleistung von etwa 840 bis 1.760 Watt.
Solarmodule mit höherer Leistung werden vor allem deshalb gewählt, damit das System auch morgens, abends bei schwachem Licht oder an bewölkten Tagen noch 300 bis 500 Watt Strom für den Haushalt liefern kann. Der Wechselrichter ist ab Werk jedoch vom Hersteller auf eine maximale Ausgangsleistung von 800 Watt begrenzt.
Selbst wenn die Module bei optimaler Sonneneinstrahlung 1.000 Watt erzeugen, werden weiterhin nur 800 Watt ins Haus eingespeist. Bei einem Stromausfall im Wohngebiet trennt der Wechselrichter die Verbindung innerhalb von 0,2 Sekunden automatisch, um die Sicherheit der Netztechniker zu gewährleisten.
Registrierung im Online-Register
Nachdem das System angeschlossen und in Betrieb genommen wurde, hat man einen Monat Zeit, die Anlage auf der offiziellen deutschen MaStR-Datenplattform zu registrieren. Die frühere Praxis, mehrere Seiten Formulare beim örtlichen Netzbetreiber einzureichen und anschließend vier bis acht Wochen auf eine Rückmeldung zu warten, gehört inzwischen der Vergangenheit an.
Der heutige Online-Prozess wurde deutlich vereinfacht. In der Regel reichen fünf Minuten am Computer aus, um anhand der Kaufunterlagen fünf konkrete Angaben einzutragen:
- die fünfstellige Postleitzahl sowie Straße und Hausnummer des Installationsorts
- die Gesamtleistung der installierten Solarmodule laut Produktunterlagen, zum Beispiel 1320 W
- die Ausgangsleistung des Wechselrichters, fest eingetragen mit 800 W
- die Kapazität der im Set enthaltenen Batterie, zum Beispiel 1,6 kWh
- das genaue Datum, an dem die Anlage erstmals an die Steckdose angeschlossen wurde und Strom erzeugt hat
Austausch des Stromzählers
Falls im Sicherungskasten noch ein alter mechanischer Stromzähler mit drehender Metallscheibe eingebaut ist, kann es nach dem Anschluss eines 800-Watt-Balkonkraftwerks passieren, dass an sonnigen Tagen überschüssiger Strom ins öffentliche Netz zurückfließt.
Bei solchen Altzählern würde sich die Scheibe rückwärts drehen und bereits registrierte Verbrauchswerte wieder verringern. Nach der neuen Gesetzeslage ist dieses Rückwärtslaufen für maximal vier Monate zulässig.
Innerhalb dieser Übergangsfrist veranlasst der zuständige Netzbetreiber einen kostenlosen Austausch des alten mechanischen Zählers gegen einen digitalen Zweirichtungszähler mit LCD-Anzeige. Die dabei anfallenden Kosten von etwa 100 bis 150 Euro für Gerät und Einbau übernimmt vollständig der Netzbetreiber.
Auf dem neuen Zähler werden zwei Werte angezeigt: 1.8.0 steht für den aus dem Netz bezogenen und bezahlten Strom, 2.8.0 für den überschüssigen Solarstrom, der unentgeltlich ins Netz eingespeist wird.
Normale Steckdose
Für den Anschluss ist kein Elektriker mehr zwingend erforderlich. Eine herkömmliche Schuko-Steckdose, die für den Außenbereich geeignet und spritzwassergeschützt (IP44) ist, reicht für ein 800-Watt-System vollkommen aus.
Verwendet man für den Außenbereich ein wasserdichtes schwarzes Gummikabel, genügt ein Kupferleiterquerschnitt von 1,5 mm², um den dabei entstehenden Strom sicher zu übertragen.
Ein normaler Stromkreis im Haushalt ist in der Regel für gleichzeitig betriebene Geräte mit einer Gesamtleistung von rund 3.600 Watt ausgelegt.
Wenn die Solaranlage davon 800 Watt beansprucht, löst die Sicherung nicht aus, solange an derselben Steckdosenleitung nicht zusätzlich beispielsweise ein 2.000-Watt-Backofen und ein 1.500-Watt-Haartrockner gleichzeitig betrieben werden. Solange die Gesamtlast 2.800 Watt nicht überschreitet, bleibt die Stromversorgung stabil.
4-Meter-Höhenbegrenzung
Für Solarmodule, die außen am Gebäude montiert werden, gelten verbindliche Höhenvorgaben. Maßgeblich ist die Unterkante des Moduls. Liegt diese höher als 4 Meter über dem Boden des Erdgeschosses, dürfen dort auf keinen Fall gewöhnliche doppelt verglaste Solarmodule montiert werden.
Zwei herkömmliche Glasmodule zusammen mit der Aluminiumhalterung auf der Rückseite wiegen insgesamt fast 60 Kilogramm, wodurch in größerer Höhe ein erhebliches Absturzrisiko entsteht.
Bei Balkonen in mehr als 4 Metern Höhe schreibt das Gesetz deshalb ausdrücklich Module ohne Glas vor, etwa flexible Kunststoffmodule mit einer Dicke von 2,5 Millimetern und einem Gewicht von nur rund 3 Kilogramm, oder spezielle Module mit zertifizierter Sicherheitsverglasung auf der Oberseite.
Befindet sich die Wohnung im Erdgeschoss oder werden die Module im Garten beziehungsweise an einem Balkon in weniger als 4 Metern Höhe montiert, können gewöhnliche und günstigere Glasmodule verwendet werden. In diesem Fall genügt es, die Konstruktion mit einem Schraubenschlüssel sicher und fest zu montieren, um die Vorgaben einzuhalten.
Speicherkapazität und Zyklenlebensdauer
Batterietyp
Wenn du heute eine Batterie für ein Balkonkraftwerk kaufst, wirst du feststellen, dass die meisten Marken auf Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄) setzen. Damit liegst du bei der Auswahl in der Regel richtig.
Ältere Batterietypen konnten bei sommerlicher Hitze im Freien leicht überhitzen und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Lithium-Eisenphosphat hingegen bleibt deutlich stabiler: Selbst wenn das Gehäuse beschädigt oder verformt wird, steigt die Temperatur in der Regel nur auf etwa 200 bis 300 °C, ohne Funkenbildung oder Explosion.
Darüber hinaus lohnt es sich, auch einen Blick auf die besonders sicheren Semi-Solid-State-Batterien zu werfen. Diese neue Generation bietet ebenfalls eine hervorragende Stabilität sowie hohen Schutz vor Brand und Explosion und stellt eine sinnvolle Upgrade-Option dar.
Ein Blick auf die Lebensdauer zeigt den Fortschritt deutlich: Ältere Standardbatterien verloren oft schon nach etwa tausend Ladezyklen deutlich an Kapazität. Moderne, hochwertige LiFePO₄-Batterien erreichen hingegen rund 6000 Lade- und Entladezyklen.
Die zuvor erwähnten Semi-Solid-State-Batterien schaffen sogar bis zu 7000 Zyklen. Rechnet man mit einem vollständigen Ladezyklus pro Tag (365 Tage im Jahr), entspricht das einer Nutzungsdauer von etwa 16 bis 19 Jahren.
Wichtig zu wissen: Um eine Tiefentladung zu vermeiden und die Lebensdauer zu verlängern, reservieren Hersteller in der Regel etwa 10 % bis 15 % der Kapazität, die nicht zur Nutzung freigegeben wird. Bei einer Batterie mit einer angegebenen Speicherkapazität von 1000 Wh liegt die tatsächlich verfügbare Energiemenge pro Nacht daher meist nur bei etwa 850 Wh bis 900 Wh.
Kapazitätswahl
Welche Batteriekapazität sinnvoll ist, hängt vor allem vom Stromverbrauch der Geräte ab, die nach Sonnenuntergang dauerhaft in Betrieb bleiben. Große Verbraucher wie Klimaanlage oder Backofen, die nur gelegentlich genutzt werden, sind dabei nicht entscheidend.
Ein 300-Liter-Kühlschrank, der rund um die Uhr läuft, benötigt ungefähr 45 bis 60 Watt. Hinzu kommen etwa 15 Watt für den Router sowie der Stand-by-Verbrauch von Fernseher und anderen Geräten. In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt liegt der nächtliche Grundverbrauch daher meist stabil bei 100 bis 150 Watt.
| Dauerlast am Abend | nächtliche Nutzungsdauer | empfohlene Batteriekapazität | geschätzte Kosten(AC-Energiespeicher) |
|---|---|---|---|
| 100 W | 10 Stunden | 1,0–1,2 kWh | 250–320 € |
| 150 W | 10 Stunden | 1,5–1,6 kWh | 350–450 € |
| 200 W | 10 Stunden | 2,0–2,2 kWh | 500–680 € |
| 300 W | 10 Stunden | 3,0–3,2 kWh | 750–900 € |
Im Sommer gibt es ab 20 Uhr keine nennenswerte Solarleistung mehr, und erst gegen 6 Uhr morgens wird es wieder hell. Das entspricht genau 10 Stunden. Wenn der Haushalt in dieser Zeit konstant 150 Watt verbraucht, ergibt das insgesamt 1.500 Wh. Dafür ist eine Batterie mit 1,5 bis 1,6 kWh passend dimensioniert. Der aktuelle Marktpreis für einen Speicher mit 1,5 kWh liegt derzeit bei etwa 350 bis 450 Euro.
Bei einem System mit einer Modulleistung von 800 Wp wird eine Speicherkapazität von 3 kWh in der Regel nicht empfohlen. Liegt deine kontinuierliche Last in der Nacht jedoch über 300 W, kannst du durch eine Erhöhung der Modulanzahl die Stromerzeugung steigern und so eine 3-kWh-Speicherlösung effizient nutzen.
Schutz vor Feuchtigkeit und Frost
Frostschutz
Lithiumbatterien haben konstruktionsbedingt ein empfindliches Problem bei niedrigen Temperaturen: Sinkt die Außentemperatur unter 0 °C, können selbst bei sehr kleinen Ladeströmen im Inneren Kristallstrukturen entstehen, die die Zellen dauerhaft beschädigen.
In Deutschland sind im Winter am Morgen oft Temperaturen von –5 °C keine Seltenheit. Für Batterien, die außen am Balkon montiert werden, ist das ein ernstes Thema. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt geprüft werden, ob in den technischen Unterlagen eine integrierte Heizfunktion angegeben ist.
Bei Batterien mit Heizfolie sind im Inneren Heizelemente verbaut. Wenn im Winter morgens die Sonne gerade erst aufgeht und die Module nur schwache 50 Watt erzeugen, prüft das Batteriemanagement zunächst die Zelltemperatur.
Liegt diese zum Beispiel bei –8 °C, wird kein Ladestrom in die Batterie geleitet. Stattdessen wird die vorhandene Solarenergie vollständig an die Heizfolie abgegeben. Diese arbeitet mit etwa 30 bis 50 Watt und erwärmt die Batterie innerhalb von 40 bis 90 Minuten langsam auf ungefähr +5 °C.
Erst wenn diese sichere Temperatur erreicht ist, schaltet das System um und beginnt, die Solarenergie in der Batterie zu speichern. Das Entladen für den Haushaltsverbrauch ist sogar bei –20 °C grundsätzlich möglich. Wegen der zäher werdenden Elektrolytflüssigkeit steht an sehr kalten Tagen jedoch oft nur rund 80 % der sonst üblichen nutzbaren Kapazität zur Verfügung.
Schutz vor Feuchtigkeit
Ein Speichergehäuse mit einem Gewicht von 15 bis 20 Kilogramm, das dauerhaft im Außenbereich steht, muss tagelangen Regen und morgendlichen Nebel zuverlässig aushalten. Maßgeblich ist hier die Schutzklasse IP67. Eine Batterie mit dieser Kennzeichnung bleibt selbst dann dicht, wenn sie für 30 Minuten in 1 Meter tiefes Wasser getaucht wird.
Der Schutz gegen eindringendes Wasser hängt dabei nicht nur vom verstärkten Aluminiumgehäuse ab. Besonders wichtig sind die Anschlussstellen der Kabel.
Außen an der Batterie befinden sich in der Regel zwei schwarze Steckverbinder mit kräftigen Silikondichtungen. Sobald der Stecker vollständig eingerastet ist und ein deutliches „Klick“ zu hören ist, werden die Dichtungen zusammengedrückt und verschließen den Spalt zuverlässig.
Auch die außen liegende kleine Antenne für Bluetooth- oder WLAN-Signale muss sorgfältig abgedichtet sein. Die Schraubpunkte an ihrer Basis werden deshalb meist mit speziellem Dichtmittel versiegelt.
Gerade im Herbst und Winter, wenn morgens und abends starke Temperaturunterschiede auftreten und sich Kondenswasser bildet, verhindert diese Abdichtung, dass Feuchtigkeit entlang der Schraubverbindung ins Innere gelangt und dort die empfindliche Elektronik durch Kurzschluss beschädigt.
Montage und Installation
Die Module auswählen
Gängige Glas-Solarmodule mit 430 bis 440 Watt sind in der Regel etwa 1,7 Meter lang und 1,1 Meter breit. Ein einzelnes Modul wiegt ungefähr 21 bis 24 Kilogramm. Für den Transport nach oben und die Montage am Balkongeländer sind deshalb unbedingt zwei Personen erforderlich. Wenn der Platz begrenzt ist, die Tragfähigkeit des Balkons schwach ausfällt oder die Installation bewusst von nur einer Person durchgeführt werden soll, bieten sich zwei praktische Alternativen an: flexible Module mit Kunststoffrückseite oder kompakte Leichtbau-Module.
Flexible Module sind nur etwa 2,5 Millimeter dick und wiegen weniger als 3,2 Kilogramm. Sie lassen sich problemlos mit einer Hand anheben. Da sie an den Rändern bereits mit Befestigungslöchern versehen sind, können sie einfach mit den mitgelieferten hochfesten Kunststoff-Kabelbindern, die für eine Traglast von 50 Kilogramm ausgelegt sind, sicher am Metallgeländer fixiert werden.
Für schmale Balkone mit geringer Tragfähigkeit bieten kompakte Leichtbau-Module (z. B. von Sunshare) die perfekte Lösung, wenn man auf Leistung nicht verzichten möchte. Diese speziellen Kompakt-Module vereinen die Leichtigkeit von flexiblen Panels mit der hohen Effizienz und Langlebigkeit klassischer Glaspaneele. Mit optimierten Maßen von nur 1236 x 766 mm passen sie auch an kleinere Balkone, an denen Standardmodule scheitern würden.
Dank der Verwendung einer hochwertigen Aluminiumlegierung für den Rahmen und die Halterungen bleibt das System erstaunlich leicht und dennoch extrem robust. Während herkömmliche Glasmodule – die stets schwere Aluminiumhalterungen benötigen – zwei Personen für die Montage erfordern, ist dieses System für die Ein-Personen-Installation konzipiert. In der Regel dauert es weniger als 10 Minuten, bis die Module sicher am Geländer hängen.
Unabhängig von der Modulwahl sollte der Balkon vor dem Kauf unbedingt mit einem Maßband ausgemessen werden. Für zwei herkömmliche Glasmodule, die horizontal nebeneinander montiert werden, wird eine gerade freie Länge von mindestens 3,5 Metern benötigt. Kompakte Leichtbau-Module benötigen hierbei deutlich weniger Platz.
Wenn die Balkonbreite dennoch nicht ausreicht, bleibt nur eine vertikale Montage. In diesem Fall sind die im Lieferumfang enthaltenen 1,2 Meter langen Anschlusskabel häufig zu kurz, um den Wechselrichter zu erreichen. Dann sollte zusätzlich ein Budget von etwa 15 bis 20 Euro für zwei 2 Meter lange Verlängerungskabel eingeplant werden.
Das Geländer ausmessen
Vor dem Kauf sollte auch die Breite und Stärke des vorhandenen Balkongeländers genau gemessen werden. Während herkömmliche, standardmäßig mitgelieferte große Edelstahlhaken meist nur eine starre Öffnungsweite von 50 bis 60 Millimetern haben und in der Regel nur bei schmalen Rohren oder Profilen mit einer Stärke von 40 bis 50 Millimetern problemlos passen, zeichnet sich das Sunshare-System durch einen deutlich größeren Adaptionsbereich aus. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Halterungen sind die Sunshare-Halterungen hochflexibel und lassen sich stufenlos für Geländerstärken zwischen 30 mm und 120 mm einstellen, was ihnen eine besonders hohe Kompatibilität für unterschiedlichste Geländer verleiht.
Wenn statt eines Geländers jedoch eine massive Balkonbrüstung aus Beton mit einer Stärke von 150 bis 200 Millimetern vorhanden ist, lassen sich herkömmliche Standardhaken oft nicht sicher befestigen. Normalerweise müssten in diesem Fall separat verbreiterte Wandhaken bestellt werden, was meist zusätzliche Kosten von etwa 40 bis 70 Euro verursacht.
Für diese anspruchsvollen Szenarien hat Sunshare jedoch eine eigens entwickelte Beton-Halterung im Programm, mit der Sie sich diese zusätzlichen Ausgaben komplett sparen können. Diese Speziallösung bietet einen großzügigen Verstellbereich von 70 mm bis 170 mm und garantiert so auch auf massiven Brüstungen einen bombenfesten Halt – ganz ohne versteckte Extrakosten.
Bei Metallhalterungen empfiehlt es sich, Modelle mit verstellbaren Teleskopstreben zu wählen. Wird das Modul vollständig senkrecht in einem Winkel von 90 Grad direkt am Geländer befestigt, fällt der Stromertrag spürbar geringer aus.
Wenn die Unterkante des Moduls mithilfe der Teleskopstrebe nach außen gedrückt wird und dadurch ein Anstellwinkel von 20 bis 30 Grad zur Sonne entsteht, kann die tägliche Stromerzeugung um etwa 15 % bis 25 % steigen.
Die Muttern dürfen keinesfalls nur nach Gefühl angezogen werden. Verwendet werden sollte immer ein Drehmomentschlüssel mit Skala, und die Edelstahl-Sicherungsmuttern müssen entsprechend der Anleitung mit einem Drehmoment von 15 bis 22 Newtonmetern angezogen werden. Bei starkem Wind von 25 Metern pro Sekunde können zu locker angezogene Muttern sich lösen, sodass mehrere Dutzend Kilogramm schwere Module samt Halterung herabstürzen können.
Spätere Erweiterungen
Wenn sich nach einiger Zeit zeigt, dass die Speicherkapazität nicht ausreicht oder später leistungsstärkere Solarmodule nachgerüstet werden sollen, sollte das System von Anfang an erweiterbar geplant werden. Beim Kauf der Batterie lohnt sich ein Blick darauf, ob am Gehäuse bereits ein zusätzlicher Anschluss für spätere Erweiterungen vorhanden ist.
Gut konzipierte Systeme ermöglichen es, eine vorhandene Batterie mit 1,6 kWh einfach über ein Verbindungskabel um eine zweite identische Batterie zu erweitern. Neben der Möglichkeit, diese nebeneinander zu platzieren, bieten einige Marken – wie beispielsweise Sunshare – auch ein stapelbares Design an, das besonders platzsparend ist.
Dadurch verdoppelt sich die Kapazität auf 3,2 kWh. Bei den meisten Marken lassen sich bis zu vier identische Batterien in einem System kombinieren.
Ob der Wechselrichter auch langfristig weiterverwendet werden kann, hängt vor allem von den in der Anleitung angegebenen Grenzwerten für Eingangsstrom und Eingangsspannung ab. Ein herkömmlicher Wechselrichter verträgt pro Eingang meist maximal 14 bis 20 Ampere, bei einer Spannung von höchstens 60 Volt.
Dann kann der vorhandene Wechselrichter weiterhin genutzt werden, solange der Betriebsstrom des neuen Moduls die Grenze von 20 Ampere nicht überschreitet und die Spannung unter 60 Volt bleibt. In diesem Fall genügt es, die alten Module abzuklemmen und die neuen anzuschließen. Ein zusätzlicher Neukauf eines Wechselrichters für weitere 150 Euro ist dann nicht erforderlich.
Smart-Monitoring und Garantie
Daten per Smartphone abrufen
Ein System mit Batterie sollte nach der Installation mit dem heimischen WLAN verbunden werden. In der Anleitung steht meist, dass das Gerät nur das grundlegende WLAN-Frequenzband unterstützt und sich nicht mit einem schnelleren Frequenzband verbinden lässt.
Wenn der Balkon mehr als 10 Meter vom Router entfernt ist und dazwischen noch zwei oder drei Wände liegen, ist das Signal oft instabil. In diesem Fall muss meist zusätzlich ein WLAN-Verstärker gekauft werden, der an der Wand in Türnähe eingesteckt wird. Dafür sollte man etwa 15 bis 25 Euro einplanen.
Sobald das System mit der App des Herstellers verbunden ist, zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Aktualisierungsgeschwindigkeit. Günstigere Geräte senden nur alle 5 bis 10 Minuten neue Daten ans Smartphone, wodurch die Anzeige oft träge wirkt. Bessere Systeme aktualisieren sich alle 3 bis 10 Sekunden, sodass die Werte nahezu in Echtzeit sichtbar sind.
Im Alltag sollte man auf dem Smartphone vor allem drei Werte im Blick behalten:
- Erstens, wie viele Watt die Solarmodule gerade erzeugen, zum Beispiel 450 Watt bei starker Mittagssonne.
- Zweitens, wie viel von diesen 450 Watt direkt im Haushalt verbraucht wird und wie viel in die Batterie fließt.
- Drittens, wie viel Prozent Batterieladung noch vorhanden sind.
Im System sollten außerdem historische Daten aus mindestens 12 bis 36 Monaten abrufbar sein, damit sich nachvollziehen lässt, wie viel Stromkosten pro Monat tatsächlich eingespart wurden.
Mit intelligentem Stromzähler
Damit der gespeicherte Strom aus der Batterie möglichst vollständig und gezielt genutzt werden kann, muss das System wissen, wie hoch der Stromverbrauch im Haushalt in jeder einzelnen Sekunde ist.
Haushaltsgeräte schalten sich laufend ein und aus: Springt der Kühlschrank an, steigt der Verbrauch plötzlich um 60 Watt. Wird zusätzlich der Fernseher eingeschaltet, kommen nochmals 80 Watt hinzu.
Wenn die Batterie dagegen starr jede Stunde konstant 150 Watt abgibt, obwohl der Haushalt gerade nur 100 Watt benötigt, würden 50 Watt unnötig ins öffentliche Netz fließen.
- Abhilfe schafft ein intelligenter Stromzähler mit bidirektionaler Messfunktion, der im Sicherungskasten installiert wird. Ein solches Gerät kostet in der Regel etwa 100 bis 120 Euro. Für den Einbau durch einen Elektriker mit entsprechender Zulassung fallen zusätzlich etwa 45 Minuten Arbeitszeit an.
- Am Zähler sitzen mehrere kleine Messklemmen, die an den Einspeiseleitungen im Verteilerkasten befestigt werden. Mit einer Abweichung von unter 1 % kann der Zähler den aktuellen Gesamtverbrauch des gesamten Haushalts sehr präzise erfassen.
- Der Zähler übermittelt diese Daten jede Sekunde über das Netzwerk an die Batterie auf dem Balkon. Wenn der Haushalt gerade 215 Watt benötigt, gibt die Batterie exakt 215 Watt ab und nicht mehr. Diese dynamische Steuerung, die sich laufend am tatsächlichen Stromverbrauch orientiert, kann gegenüber einer festen Entladeleistung zusätzlich 15 % bis 20 % mehr Stromkosten einsparen. Dadurch kann sich die Amortisationszeit der Anlage um weitere 8 bis 12 Monate verkürzen.
Batteriegarantie prüfen
Der teuerste Teil des gesamten Systems ist in der Regel die Batterie. Sie macht meist 50 % bis 60 % der Gesamtkosten aus, und entsprechend detailliert fallen auch die Garantiebedingungen aus. Vor dem Kauf sollte deshalb besonders genau auf die vom Hersteller zugesicherte Restkapazität geachtet werden.
Seriöse Hersteller halten schriftlich fest, dass entweder eine Garantie von mindestens 10 Jahren gilt oder mindestens 6.000 vollständige Lade- und Entladezyklen erreicht werden. Bis zum Erreichen eines dieser beiden Grenzwerte garantieren sie, dass die tatsächlich nutzbare Kapazität der Batterie nicht unter 70 % des Anfangswerts fällt.
Ein Beispiel: Wird eine Batterie mit 1.000 Wh Kapazität gekauft und liefert sie nach 8 Jahren bei voller Ladung nur noch 650 Wh, kann der Käufer mit der Rechnung beim Hersteller einen Garantieanspruch geltend machen. In diesem Fall erhält er entweder kostenlos eine technisch einwandfreie Austauschbatterie oder eine anteilige Erstattung.
Die Garantiebedingungen müssen jedoch sehr sorgfältig gelesen werden. Manche Hersteller schreiben vor, dass die Batterie nur in einem Temperaturbereich von 0 °C bis 45 °C betrieben werden darf.
Wird sie im Winter bei –5 °C ohne aktivierte Heizfunktion geladen, speichert die interne Steuerplatine diesen unzulässigen Temperaturwert. Kommt es später zu einem Defekt und der Hersteller stellt diesen Temperaturverstoß fest, kann er die kostenlose Garantieleistung verweigern.
Garantie für Module und Wechselrichter
Bei Solarmodulen besteht die Garantie aus zwei Teilen. Der erste Teil deckt physische Schäden ab, etwa Risse im Aluminiumrahmen oder eindringendes Wasser im Glas.
Bei gewöhnlichen einseitigen Glasmodulen liegt diese Garantie meist bei 12 bis 15 Jahren. Teurere Module mit beidseitiger Verglasung können bis zu 25 Jahre Garantie erhalten.
Der zweite Teil betrifft die langfristige Leistungsfähigkeit der Module. Bei den heute üblichen Modellen garantieren Hersteller, dass die tatsächliche Stromerzeugung auch nach 30 Jahren unter Wind und Wetter nicht unter 87,4 % der ursprünglichen Nennleistung fällt.
Ein neues Modul mit 430 Watt muss also selbst nach 30 Jahren auf dem Balkon noch mindestens 375 Watt leisten.
Der Wechselrichter ist im Betrieb dauerhaft hohen Temperaturen ausgesetzt, da er sich direkt in der Nähe der Solarmodule befindet und im Sommer oft Hitze von bis zu 60 °C aushalten muss. Dadurch altern die internen Bauteile vergleichsweise schnell.
Die übliche Garantiezeit beträgt deshalb meist 10 oder 12 Jahre. Bei vielen Marken kann die Garantie über die Kundendienstseite gegen Aufpreis verlängert werden. Wenn innerhalb von 30 Tagen nach der Inbetriebnahme zusätzlich 40 bis 60 Euro gezahlt werden, lässt sich die Garantie oft auf 15 Jahre oder sogar 25 Jahre ausdehnen.
Wenn der Wechselrichter zum Beispiel im 14. Jahr vollständig ausfällt und keine Verbindung mehr herstellen kann, sendet der Hersteller nach Abschluss des Garantieprozesses ein neues oder fachgerecht überholtes 800-Watt-Gerät desselben Typs als Ersatz.














































